Der Rheingau-Taunus-Kreis hat drei neue Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) für seine CBRN-Einheiten in Dienst gestellt. Die Fahrzeuge wurden diese Woche beim Hersteller ITURRI in Wilnsdorf übergeben und werden künftig in Bad Schwalbach, Eltville am Rhein und Idstein stationiert.
Modernisierung der Gefahrgutabwehr nach 25 Jahren
Die Neubeschaffung ist Teil eines umfangreichen Projekts, das rund vier Jahre von der Ausschreibung bis zur Auslieferung dauerte. Die Gesamtkosten für die drei baugleichen Fahrzeuge inklusive Spezialausstattung betragen etwa 2,8 Millionen Euro. Die bisherigen Gerätewagen waren vor rund 25 Jahren angeschafft worden und entsprechen nicht mehr den aktuellen technischen und taktischen Anforderungen.
Einheitliche Ausstattung und verbesserte Einsatzmöglichkeiten
Mit der neuen Ausrüstung setzt der Rheingau-Taunus-Kreis sein operativ-taktisches CBRN-Konzept um und stellt seinen CBRN-Zügen moderne, einheitliche Einsatzmittel zur Verfügung. Die Fahrzeuge sind mit neun Chemikalienschutzanzügen, moderner Mess- und Nachweistechnik, einer Wetterstation, einem pneumatischen Lichtmast sowie Dekontaminationszelten ausgestattet. Eine modulare Beladung auf Rollwagen ermöglicht den schnellen Zugriff auf Spezialausrüstung wie Geräte zum Umpumpen und Auffangen gefährlicher Stoffe.
Verbesserter Schutz für Bevölkerung und Einsatzkräfte
Die neue Technik ermöglicht den Einsatzkräften, Gefahrstoffe schneller zu erkennen und zu bewerten sowie Schutzmaßnahmen gezielter einzuleiten. Kreisbrandinspektor Christian Rossel betont, dass die Ausstattung den ehrenamtlichen Kräften moderne und einheitliche Technik für Gefahrstofflagen bereitstellt und so den Schutz der Bevölkerung verbessert.
Ausbildung und Einsatzvorbereitung
Vor der regulären Inbetriebnahme finden an den drei Standorten intensive Anwenderschulungen statt. Die Fahrzeuge und ihre Ausrüstung werden den Einsatzkräften vorgestellt und praktisch geübt, um die Einsatzfähigkeit bei Gefahrgut- und CBRN-Lagen im gesamten Kreisgebiet sicherzustellen.














