Wiesbaden – Am Donnerstagnachmittag des 10. September 2026 ereigneten sich auf den Autobahnen BAB 3 und BAB 66 drei Unfälle mit Personenschäden, die zu mehreren Vollsperrungen führten.
Unfall auf BAB 66 mit Pkw auf dem Dach
Gegen 16:30 Uhr verlor der Fahrer eines Nissan Qashqai auf der BAB 66 zwischen der Mainzer Straße und Erbenheim in Fahrtrichtung Frankfurt aufgrund eines geplatzten Reifens die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Pkw prallte gegen die Mittelschutzplanke und wurde daraufhin auf das Dach geschleudert. Vier nachfolgende Fahrzeuge kollidierten beim Ausweichen miteinander und blockierten alle drei Fahrstreifen.
Der Fahrer des Nissan und ein weiterer Beteiligter wurden leicht verletzt in Krankenhäuser gebracht. Die Vollsperrung der Fahrbahn dauerte etwa 1,5 Stunden.
Schwerer Motorradunfall durch verbotswidriges Rechtsüberholen
Etwa zehn Minuten später übersah ein 24-jähriger Motorradfahrer aus Wiesbaden auf der BAB 66 beim verbotswidrigen Rechtsüberholen einen Pkw mit Anhänger auf dem mittleren Fahrstreifen. Er prallte auf den Anhänger auf und stürzte schwer, da er außer dem Helm keine Schutzkleidung trug.
Der Kradfahrer wurde schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt. Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen war die Fahrbahn erneut für rund eine Stunde voll gesperrt. Der Verkehr staute sich auf etwa zehn Kilometer in Fahrtrichtung Frankfurt sowie auf fast fünf Kilometer auf der Gegenfahrbahn.
Mehrere Kollisionen auf BAB 3 bei Bad Camberg
Rund eine Stunde später kam es auf der BAB 3 zwischen Bad Camberg und Idstein in Fahrtrichtung Würzburg zu mehreren Kollisionen. Zwei Pkw, die gleichzeitig von der Rastanlage auf die Autobahn auffuhren, kollidierten mit zwei Fahrzeugen im fließenden Verkehr.
Ein Fahrer wurde leicht verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Die Unfallfahrzeuge und Trümmerteile führten zu einer Vollsperrung des Teilstücks, die nach etwa einer Stunde aufgehoben werden konnte. Auch die Rastanlage war von Verkehrsbehinderungen betroffen.
Ermittlungsstand und Verkehrsfolgen
Die Polizeiautobahnstation KvD des Polizeipräsidiums Westhessen leitete die Unfallermittlungen ein. Die Sperrungen führten zu erheblichen Verkehrsbehinderungen mit langen Staus in beide Fahrtrichtungen.
Die Einsatzkräfte waren mit mehreren Fahrzeugen vor Ort, um die Unfallstellen abzusichern, Verletzte zu versorgen und die Fahrbahnen zu räumen.
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