Oppenheim/Mainz-Bingen. Ein rund 320 Meter langer Güterzug auf der Strecke von Mainz Hauptbahnhof nach Stuttgart-Hafen wurde am 16. September 2026 gegen 21:06 Uhr zwischen Oppenheim und Guntersblum aufgrund eines technischen Defekts gestoppt.
Defekt am Triebfahrzeug mit Rauch- und Wärmeentwicklung
Der Triebfahrzeugführer hatte zunächst einen Knall sowie einen deutlichen Leistungsabfall bemerkt. Aufgrund starker Rauch- und Wärmeentwicklung wurde die Weiterfahrt abgebrochen und eine Schnellbremsung eingeleitet.
Schäden und Maßnahmen vor Ort
Am Triebfahrzeug entstanden Schäden am Schaltwerk beziehungsweise Getriebe sowie am Transformator, aus dem Trafoöl austrat. Die Einsatzkräfte dichteten die Schadensstelle ab, fingen das ausgetretene Öl auf und nahmen es mit Bindemitteln auf.
Einsatzkräfte und Sperrung der Strecke
Während des Einsatzes sperrten Bundespolizei, freiwillige Feuerwehren der Umgebung, Mitarbeiter der Deutschen Bahn sowie eine Streife der Polizeiinspektion Oppenheim die Strecke. Die Sperrung dauerte etwa fünf Stunden und wurde um 2:23 Uhr am Folgetag aufgehoben.
Auswirkungen auf den Bahnverkehr
Insgesamt waren 19 Züge von der Sperrung betroffen, wodurch sich die Verspätungen auf 1252 Minuten summierten. Eine Fremdeinwirkung konnte von der Bundespolizei ausgeschlossen werden.
Schadenshöhe und Ermittlungsstand
Die Schadenshöhe wird auf etwa 80.000 bis 100.000 Euro geschätzt. Die Bundespolizeiinspektion Kaiserslautern führt die Ermittlungen zum technischen Defekt.
Weitere Informationen zum Bahnverkehr und technischen Störungen finden Sie in unseren Berichten zur Verkehrssicherheit und Einsatzlagen im Rhein-Main-Gebiet.







