Frankfurt am Main. Die sechstägige Übung Bevölkerungsschutz „ÜB’s! 2026“ in Frankfurt am Main wurde erfolgreich abgeschlossen. Rund 800 Teilnehmende aus städtischen Ämtern, Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und Katastrophenschutzeinheiten trainierten vom 7. bis 12. September gemeinsam den Umgang mit Krisen- und Gefahrenlagen.
Intensive Stabsarbeit und koordinierte Führung
Im Fokus standen die Zusammenarbeit und das Lernen über Organisationsgrenzen hinweg. Vom 8. bis 10. September übten das städtische Krisenmanagement, der taktische Führungsstab der Feuerwehr und der Führungsstab der Polizei erstmals gemeinsam komplexe und hybride Gefahrenlagen. Die Teilnehmenden wechselten täglich, um möglichst viele Akteure einzubeziehen.
Martin-Benedikt Schäfer, Dezernent für Ordnung, Sicherheit, Feuerwehr und Bevölkerungsschutz, betonte die Bedeutung der gemeinsamen Vorbereitung auf komplexe Bedrohungen und die Notwendigkeit regelmäßiger Übungen.
Operative Übungen und Katastrophenschutz im Osthafen
Parallel zu den Stabsübungen fanden praktische Einsätze statt. Am Freitagnachmittag übten Berufsfeuerwehr, Rettungsdienst und Polizei gemeinsam. Die Katastrophenschutzübung „Frankopia“ war mit rund 350 Einsatzkräften und vier großen Szenarien Teil der Gesamtübung. Dabei wurden unter anderem die Beschädigung kritischer Infrastruktur und die Rettung von Einsatzkräften trainiert.
Norbert Klein, Sprecher der Frankfurter Hilfsorganisationen, hob die Herausforderung und den Wert der Zusammenarbeit hervor.
Podiumsdiskussion zum Zivilschutz mit Ukraine-Bezug
Im Rahmen der Übung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema Zivilschutz in Frankfurt statt, an der unter anderem Hessens Innenminister Prof. Roman Poseck und ein Vertreter der ukrainischen Katastrophenschutzbehörde teilnahmen. Dabei wurden Lehren aus der Ukraine sowie Herausforderungen für den Frankfurter Zivilschutz erörtert.
Auswertung und kontinuierliche Verbesserung
Nach Abschluss der Übung werden die gesammelten Erkenntnisse systematisch ausgewertet und in die Aus- und Fortbildung sowie die Krisenvorbereitung der Stadt integriert. Oberbürgermeister Mike Josef dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und betonte die Bedeutung solcher Übungen für die Sicherheit Frankfurts.
Markus Röck, Amtsleiter der Branddirektion, unterstrich die Notwendigkeit, sich angesichts veränderter geopolitischer Rahmenbedingungen kontinuierlich vorzubereiten und die Zusammenarbeit weiter zu stärken.
Die Übung Bevölkerungsschutz ist Teil eines fortlaufenden Prozesses, der sicherstellen soll, dass Frankfurt auch in außergewöhnlichen Lagen handlungsfähig bleibt.







